→ 3. Workshop “DNA-Bestimmung” unter der Leitung von Dr. Bernhard Oertel am 23.02.2020
→ Vortrag “Schimmelpilze – wer sind sie? – Lebensretter, Nützlinge – Krankheitserreger, Schädlinge” von Barbara Zoller am 3. Februar 2020
→ Vortrag “Südeuropa: eine etwas andere Pilzwelt” von Markus Wilhelm am 6. Januar 2020
→ Vortrag “Chlausabend am 02. Dezember 2019: Vorträge von Ivan Cucchi und Xaver Schmid
→ Pilz-Studienwoche in Adelboden vom 12. – 16. August 2019
→ Waldfest in Hochfelden am 25. August 2019
→ Vortrag “Pilze, die man nicht so häufig sieht” von Xaver Schmid am 27.05.2019
→ 2. DNA-Workshop mit Dr. Bernhard Oertel für Vereinsmitglieder am 26.05.2019

→ Pilze an Bestimmungsabenden
→ Pilze an Fundorten

3. Workshop “DNA-Bestimmung” unter der Leitung von Dr. Bernhard Oertel am 23.02.2020

Der dritte DNA-Workshop fand wiederum im Saal Melba des Restaurants Landhus in Zürich-Seebach statt und wurde von zehn Personen besucht.

Themen waren u.a.:

– Repetition des letzten DNA-Workshops: Wo gibt es Probleme?
– Aufarbeitung von DNA-Sequenzen spezieller Funde der Studienwoche 2019 des PVZ in Adelboden und von DNA-Sequenzen weiterer Funde von anderen Orten
– DNA-Sequenzen bearbeiten
– weiteres Kennenlernen und Erproben phylogenetischer Bäume, d.h. der Darstellung der evolutionären Beziehungen zwischen verschiedenen Arten
– Zugang zu verschiedenen DNA-Datenbanken im Internet

Die DNA-Sequenzierung von Pilzarten stellt sich – neben makro- und mikroskopischer Untersuchung – als ein wichtiges zusätzliches Werkzeug heraus.

Sie ermöglicht einen Schritt mehr auf dem Weg zum Ziel der genauen Artbestimmung eines Pilzfundes. Pilze mit dieser Methodik in einem zuständigen Labor bestimmen zu lassen ist heute erschwinglich.

Eine hundertprozentige Gewähr bietet aber auch die DNA-Sequenzierung nicht: Gute mykologische Kenntnisse und Erfahrungen kann sie nicht ersetzen.

→ Ganzes Album “3.DNA-Workshop” anschauen:
Vorschau:

Vortrag “Schimmelpilze – wer sind sie? – Lebensretter, Nützlinge – Krankheitserreger, Schädlinge” von Barbara Zoller am 03. Februar 2020

In ihrem gut besuchten Vortrag brachte Barbara Zoller den Anwesenden die komplexe und faszinierende Welt der Schimmelpilze näher. Dabei wurde auch klar, dass ‘Schimmelpilze’ keine homogene Gruppe sind, sondern Vertreter in verschiedensten Pilz-Ordnungen haben.

Aber lassen wir Barbara Zollers beeindruckenden Vortrag für sich selbst sprechen: Er wird von ihr grosszügigerweise im pdf-Format auf dieser Homepage für einige Zeit zur Verfügung gestellt: Herzlichen Dank dafür!!

Das Copyright ist zu berücksichtigen!

Pdf des Vortrags zum Herunterladen: Barbara_Zoller_Schimmelpilze_wer_sind_sie.pdf

Vortrag “Südeuropa: eine etwas andere Pilzwelt” von Markus Wilhelm am 06. Januar 2020

Markus Wilhelm stellte in seinem spannenden Vortrag Pilzarten, Pflanzen und Tiere der französischen Pyrenäen im Gebiet zwischen Foix (Département Ariège) und Carcassonne (Dépar­tement Aude) vor.

Diese Gegend hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den Schweizer Voralpen, gleichzeitig aber auch einen südeuropäischen Einfluss. Südöstlich der Stadt Foix ist auch die Burgruine Montségur zu finden, einst die bekannteste Burg der Katharer („Ketzer“) des 13. Jahrhun­derts.

In der Gegend um Carcassonne wachsen viele Steineichen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass dort Pilzarten gefunden werden, die wir in der Schweiz nicht kennen.
Einige spezielle Arten seien hier erwähnt:

Fastgestielter Harpunenschwamm (Hohenbuehelia unguicularis)
Fleischrosa Mistpilz (Bolbitius coprophilus)
Bergwerks-Gelbporling (Flaviporus brownii)
Grünstiel-Klumpfuss (Cortinarius (Phl.) glaucescens)
Kopfhaariger Scheinhelmling (Hemimycena cephalotricha)
Gestreifter Liliputseitling (Resupinatus striatulus)
Mährischer Filzröhrling (Xerocomus moravicus)
Riechender Kahlkopf
 (Psilocybe luteonitens)
Wolfs-Röhrling (Boletus lupinus), etc.

Chlausabend am 02. Dezember 2019: Vorträge von Ivan Cucchi und Xaver Schmid

Ivan Cucchi wertete die Fundlisten unserer wöchentlichen Bestimmungsabende der Jahre 2014-2019 aus und präsentierte eine Rangliste nach Häufigkeit der gefundenen Pilze.

In der genannten Zeitspanne wurden in unserem Verein insgesamt 808 verschiedene Arten bestimmt.

Unter den “Top-Kandidaten” fanden sich u.a. folgende Pilzarten:

Schmetterlingstramete (Trametes versicolor)
Braune Borstentramete (Coriolopsis gallica)
Ohrlöffelstacheling (Auriscalpium vulgare)
Striegelige Tramete (Trametes hirsuta)
Netzstieliger Hexen-Röhrling (Suillellus luridus, Boletus luridus)
Rotfuss-Röhrling (Xerocomellus chrysenteron, Xerocomus chrysenteron)
Perlpilz (Amanita rubescens)
Mehlräsling (Clitopilus prunulus)
Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)
Wurzelnder Schleimrübling (Xerula radicata)

Xaver Schmid stellte in seinem Jahresrückblick etliche Pilzarten vor. Er zeigte auch viele seltene Arten, als Beispiele seien genannt:

Blutroter Borstenscheibling (Hymenochaete cruenta). Er wächst bevorzugt auf Weisstannenstämmen und -ästen mehrere Meter über dem Boden.
Grosssporige Weisstrüffel (Tuber macrosporus). Sie wächst im Winter und zeichnet sich durch sehr grosse feinwarzige Sporen (30-40-120 µm) aus.
Braunknolliger Sklerotienrübling (Collybia tuberosa). Gefunden wurde diese Art während der Pilz-Studienwoche des Vereins in Adelboden im August 2019.
Kleine Zungenkeule, Zungen-Riesenkeule (Clavariadelphus ligula). Sie ist mit der bekannteren Herkuleskeule (Clavariadelphus pistillaris) eng verwandt.
Dottergelber Schönkopf (Calocybe chrysenteron), eine seltene Art.
Grünerlen-Milchling (Lactarius alpinus). Dieser Milchling wächst an subalpinen Standorten in Grünerlenbeständen.
Weinroter Körnchenschirmling (Cystoderma superbum, Cystoderma haematites), eine ebenfalls seltene Art.

Pilz-Studienwoche in Adelboden vom 12. – 16. August 2019

Die diesjährige Pilz-Studienwoche im Berner Oberland war sehr gut besucht: Insgesamt 26 Interessierte schwärmten in die Wälder aus und fanden überraschend viele, auch seltene Pilzarten. Die Pilze wurden dann mittels Büchern, Mikroskopieren, Internet-Informationen und natürlich persönlicher Erfahrung bestimmt und den Mitgliedern vorgestellt. Folgend werden einige der gefundenen, in ihrem Habitat fotografierten Pilze präsentiert:

(Um der Bilderreihe zu folgen, bitte Foto anklicken!)

→ Ganzes Album “Pilzfunde während der Studienwoche in Adelboden 1” anschauen
Vorschau:

Unser Interesse galt sowohl dem Sammeln von verschiedenen Pilzarten als auch dem oft schwierigen Bestimmen der Funde, die dann ausgestellt wurden:
→ Ganzes Album “Pilzfunde während der Studienwoche in Adelboden 2” anschauen:
Vorschau:

In Adelboden bietet die Natur selbstverständlich nicht nur Pilze, sondern auch eine beeindruckende Landschaft, besondere Tiere, Pflanzen, Flechten, Schleimpilze und mehr:
→ Ganzes Album von “Eindrücke von Adelboden” öffnen
Vorschau:



Wir danken Alice Bornmann Bleiker herzlich für die aufwendige Zusammenstellung unserer Pilzfunde!
→ Liste der Pilzfunde in Adelboden, August 2019

Waldfest in Hochfelden am 25. August 2019

Am diesjährigen Waldfest des Vereins in Hochfelden nahmen ungefähr 20 Personen teil. In kleinen Gruppen schwärmten wir zur Pilzsuche aus und brachten nach ungefähr zwei Stunden unsere Funde zur Forsthütte, wo sie bestimmt, beschriftet und auf einem Tisch ausgebreitet wurden. Nach dem Mittagessen besprachen wir diese Pilze miteinander.
Nicht alle waren mit der Anzahl Pilzarten zufrieden, in anderen Jahren wurden hier viel mehr gefunden. Dennoch gab es einige Überraschungen!

Wir danken Hans für das Organisieren und Ursula und den weiteren HelferInnen und PilzbestimmerInnen herzlich für den gelungenen Tag!

Ein paar Eindrücke vom Waldfest:

Vortrag “Pilze, die man nicht so häufig sieht” von Xaver Schmid am 03.06.2019

Xaver Schmid zeigte in seinem Dia-Vortrag auf seine gewohnt präzise und mit einer Prise Humor gewürzte Art sehr viele ungewöhnliche und seltene Pilze.

Um nur ein paar Arten zu nennen: Skeletocutis amorpha (Orangeporiger Knorpelporling), Helvella oblongispora (Länglichsporige Becherlorchel), Hypholoma marginata (Natternstieliger Schwefelkopf), Lepista panaeolus (Marmorierter Rötelritterling), Rhodocybe popinalis (Fleckender Tellerling), Hygrocybe ceracea (Wachsiger Saftling), Podostroma alutacea (Ledergelbes Pustelkeulchen), Hygrophorus camarophyllus (Russbrauner Schneckling).

Wahrscheinlich wären viele froh, eines Tages wenigstens ein paar der gezeigten Pilze selbst zu finden!

Unser Vereinsmitglied Xaver Schmid kann aus reicher, langjähriger Erfahrung als Pilzkontrolleur, Ausbildner und selbstständiger Pilzzüchter schöpfen. Seine lebendigen Schilderungen und seine fabelhaften Fotos waren beindruckend!
Er wies beim einen und andern Pilz auch auf die Schwierigkeit der sicheren Bestimmung hin: Oft hilft dazu nur die mikroskopische Begutachtung.

2. DNA-Workshop mit Dr. Bernhard Oertel für Vereinsmitglieder am 27.05.2019

Dieser Workshop befasste sich mit der Qualität der Rohdaten und wie man unsere Pilzanalysen mit dem Programm RAxML zu einem aussagekräftigen Phylobaum rechnen kann. Ein zentraler Teil dieses Workshops setzte sich mit den Bootstrapwerten des Phylobaumes auseinander und wie diese kritisch interpretiert werden können. Mit allen technischen Hilfsmitteln: Die Erfahrung des auswertenden Mykologen oder Mykologie-Interessierten bleibt weiterhin absolut notwendig.

Pilze an Bestimmungsabenden

→ Ganzes Album “Pilze an Bestimmungsabend”
Vorschau:

Pilze an Fundorten

→ Ganzes Album “Pilze an Fundorten” 
Vorschau: