Gedicht zum Jubiläums-Helferessen vom 13.01.20 von Ruth Bernhard

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Ein Pilzverein mit hundert Jahren

Ein Pilzverein mit hundert Jahren
lebt weiter, auch mit grauen Haaren.
Ganz ungewohnt ist so ein Jubilieren
für Pilzler, die lieber mikroskopieren.

Das Komitee ist ziemlich ratlos.
Wie organisiert man so ein Fest bloss?
Dodo bringt mit Schwung Ideen
Ihre Initiative lässt sich sehen.

Paul kennt Ausstellungen von Thun.
Die auf dem Prinzip beruhn,
dass man zwei Waldinseln baut
auch wenn ihm vor dem Aufwand graut.

Sian liefert uns ein tolles Bild,
das wird unser Aushängeschild.
Die Designerin verhunzt es zwar in höchstem Grade
Es sieht aus wie eine Militärparade.

Das Lokal in der Stadtgärtnerei
ist dafür der letzte Schrei.
Schön hell und gross und mit Zusatzräumen
Zum Benutzen und nicht zum Träumen.

Dort inszenieren Sian und Claudine Pilzmalerei
aus Tintlingen, Hautköpfen, Allerlei.
Ivan und Christian zaubern Pilze an die Wand
mit Beamer, Tablet und geheimnisvoller Hand.

Ruedi, Paul, und Hanspeter ziehen mit Vorträgen und Intonation
die Zuschauer in den Bann der Pilzfaszination.
Ob Biodiversität, Pilzgifte oder Pilzgerichte
die Zuschauer beklatschen die jeweilige Geschichte.

Maria, Hans und Stefan verkaufen Literatur
Erwirb sie für die nächste spezielle Pilzlertour.
Sonst stehst du mit der App allein im Wald
und die Pilzkontrolle stellt dich kalt.

Ein Festzelt muss her zum Jubilieren,
Auch wenn nicht alle diese Idee goutieren.
Ruth und Eric glauben daran
Und stellen Hugo als Festwirt an.

Nachhaltigkeit wird verlangt als Motto
Es gibt Pizza, Trüffelwürste, Risotto.
Natürlich in echtem gemieteten Geschirr
Nicht nur Wasser, auch Wein und Bier.

Viele Köche verderben den Brei.
Das war unseren Konsumenten einerlei,
sie rühmten die lecker zubereiteten Speisen
und vertilgten sie auf alle erdenkliche Weisen.

Die Pilzausstellung war Kernbereich der beiden Tage
Käthi und Christine beantworteten jede Frage,
Geruch, Geschmack, Verfärbung oder Speisewert,

Sie haben dem Publikum manch Aha-Erlebnis beschert.

Damit dies alles klappte, suchten fünfzig Nasen
am Freitag Pilze in Wald, Feld und Gassen.
Sie schrieben sie an, drapierten und ordneten sie ein.
Zweihundert Arten werden es sicher gewesen sein.

Die Waldinseln, geplant von Paul und mit Sians Geschick,
boten einen überaus gelungenen Anblick.
Es wurde bestaunt, beschnuppert, fotografiert
wie da der Mönchskopf mit dem Jungfernellerling hofiert.

Im Ganzen arbeiteten fast siebzig Personen mit.
Liebe Mitglieder, euer Einsatz war ein Hit.
Allerdings kam ich beim Planen Ins Schwitzen.
Wer, was, wann, wo, herrje das muss sitzen!

Dodos Bons lagen an der Kasse bereit.
Wir hatten Glück, dass es nicht schneit.
So besuchten fast tausend Gäste die Show
Wir befanden uns in einem richtigen Flow.

Kauft mehr, wir haben genug, liebe Leute!
Die letzten Würste essen wir heute.
Vom Risotto blieb ein Topf voll Sauerrahm
Den Ruedi als Bettmümpfeli nach Hause nahm.

Der Pizzaofen backte ununterbrochen,
So Fläden, die nach Trüffeln rochen.
Die Helfenden hatten alles im Griff
Langeweile oder Hektik gab es nicht.

Heute feiern wir alle zum Schluss.
Hexenfuss, Zaubernuss, Fidibus
Die einen zieht es jetzt ins Landhus.
Nochmals hundert Jahre, bleibt schön im Schuss.

Ein herzliches Dankeschön an Alle, an- und abwesend.
Es ist dank euch ein toller Anlass gewesen.